Barrierefreies Vilshofen

Ergotherapie-Klassen übergeben Bestandsaufnahme an den Bürgermeister

Wie barrierefrei ist Vilshofen?

Dieser Frage sind die Klassen ErgoF1 und ErgoF2 der Ergotherapieschule Vilshofen unter der Leitung von Lehrkraft Ramona Wagner in einem Projekt nachgegangen.

Am 14. Oktober übergaben die Schülerinnen und Schüler ihren Ergebnisbericht an Bürgermeister Gams. Gemeinsam mit der Behindertenbeauftragten Frau Karl der Stadt kam er dafür eigens in die Schule.

Die Klassen haben Orte untersucht, die im Alltag wichtig sind: Schulen und Kindergärten, Sporteinrichtungen, Geschäfte, Arztpraxen und Apotheken, Banken und Dienstleister sowie Freizeitorte wie Rathaus, Stadtplatz und Donaupromenade. Grundlage war ein eigener Kriterienkatalog. Die Schülerinnen und Schüler haben vor Ort gemessen und beobachtet. Sie haben auf Türbreiten, Stufen, Toiletten, Aufzüge, Parkplätze und Bewegungsflächen geachtet. Dazu kamen Fragen der Orientierung für Menschen mit Seh-, Hör- oder kognitiven Einschränkungen. Als angehende Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten wissen sie, worauf es im Alltag von Menschen mit Einschränkungen ankommt.Auch sprachliche Barrieren wurden von den Auszubildenden untersucht und dadurch Webseiten und öffentliche Flyer/Broschüren überarbeitet und leichter Verständlich gemacht.

 

Das Ergebnis ist ein differenziertes Bild. Viele Einrichtungen sind ganz oder teilweise gut zugänglich. Es gibt aber auch Stellen, an denen nachgebessert werden kann. Häufig fehlten gekennzeichnete Behindertenparkplätze, Orientierungshilfen für Sehbehinderte, induktive Hörhilfen oder ein behindertengerechtes WC. Manche Eingänge haben Stufen ohne Rampe. Für jede Einrichtung zeigt der Bericht neben dem Ist-Zustand auch einen Soll-Zustand und macht so Verbesserungsmöglichkeiten sichtbar.

Der Bericht soll keine Kritik sein. Er soll der Stadt Anregungen für positive Veränderungen geben. Die Klassen hoffen, dass ihre Arbeit dazu beiträgt, Vilshofen für alle Menschen ein Stück zugänglicher zu machen.

Schulleitung und Lehrkräfte danken den Schülerinnen und Schülern für ihr Engagement. Der Dank gilt auch der Stadt für das Interesse und die gute Zusammenarbeit.

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